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Internat. Oldtimer-Rallye Wiesbaden auf Erfolgskurs.

Auch die 26. Int. HMSC-Oldtimer-Rallye Wiesbaden bot den rund 150 Klassikern wieder neue verschwiegene Wege und spannende Aufgaben zwischen Rhein und Taunus. Unter den Teams aus 7 Nationen waren allein 35 Vorkriegsfahrzeuge und 45 Teilnehmer mit Klassikern, die vor 1960 gebaut wurden, typisch für den hochwertigen Charakter dieser traditionsreichen Oldtimerfahrt.

Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen einer sportlichen und touristischen Wertung, ein Viertel wählte den sportlichen Wettstreit.

Die begehrte "Wiesbaden Klassik" gewannen Gerd Kölb und Thomas Schmidt mit dem einzigartigen Graham Paige Golfers Roadster von 1929 vor dem BMW 327/328 (1937) von Julia Amersberger und Volker Ruffer, die den Bentley 4,25-Litre Derby Tourer (1937) von Christian Bender und Friedhelm Höchst auf Rang 3 verwiesen.

Sieger der sportlichen Wertung wurden Dr. Gisela Giesche und Michael Giesche mit ihrem BMW 1600-2 Cabriolet vor den 6-fachen Rallyemeistern Matthias Kahle und Peter Göbel im Skoda Octavia TS 1961 und auf Rang 3 kamen die Routiniers Thomas und Robert Plüschke mit ihrem BMW 1800 des Jahrgang 1964.

In der Vorkriegsklasse siegten Reinhard und Jens Berrang auf einem Plymouth U Tourer 1929 vor dem Opel 8/40 Cabriolet 1928 des Teams Bethke/Schultheis und Familie Hans-Josef Loth mit einem Alvis 12/50 Roadster von 1927. Sie ließen in der Gesamtwertung Klassiker wie den Aston Martin DB 2/4 von 1955 oder Rennwagen wie den amerikanischen Byers SR-100 mit 300 PS hinter sich.

Die sportlichsten Teilnehmer der Nachkriegsklasse waren das ehemalige Polizeiauto Mercedes 170 OTP von Familie Hanusch vor dem kernigen Aston Martin DB 2/4 MkI von Elisabeth und Axel Assmus und dem riesigen Cadillac 62 Convertible des Klassik-Jahrgangs 1953 des Teams Hommert/Goldau. Vierter wurde das renommierte Mercedes 300b Cabriolet D, auch bekannt als "Adenauer", aus dem Jahre 1954, den Jeanette und Dietrich Müller bewegten.

Die touristische Ausfahrt "HMSC-Tourist-Trophy" war gespickt mit landschaftlich reizvollen Passagen und kniffligen Aufgaben, die erneut in der Vorkriegsklasse am besten gelöst wurden: die ersten 16 Plätze gingen an Teams in Autos, die vor 1950 gebaut wurden. Es kam also keinesfalls auf's Leistungsgewicht an, vielmehr auf clevere Navigation und gekonntes Lösen der Aufgaben. Das konnten in der Vorkriegsklasse Claudia Binder und Michael Müllmann im Bentley 6,5 litre von 1930 am Besten, gefolgt von Thomas Aukamm und Armando Kleinberger mit ihrem seltenen Humber 20/55 Tourer von 1927 vor Ilse und Werner Brungs aus Mönchengladbach, die ihr Mercedes 290 Cabriolet B aus dem Jahr 1935 auf Rang 3 steuerten.

Bestes Nachkriegsteam in der Touristikwertung wurden Anita und Franz Schweizer mit dem kleinen Skoda 1102 Cabriolet von 1949 vor dem britischen Jaguar XK 120 MC Roadster von Sylvia u d Heinz Hucke und auch der dritte Rang ging an ein britisches Auto: den Triumph TR 1800 von Desirée ElMoghrabi und Rüdiger Hochheim, die das Damenteam von Ann Fabich und Tanja Caesar mit seinem MG TC 1948 auf Rang 4 verwiesen - doch die Ladies holten dafür die Damenwertung nach Hause!

Die Strecke führte unter anderem über Bad Schwalbach und Hohemstein nach Schloss Vollrads im Rheingau, am nächsten Tag entlang des Taunus über anspruchsvolle Nebenstrecken zum Großen Feldberg und schließlich mit Halt an der Sektkellerei Henkell zum Kurhaus/Casino der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Zu den automobilen Highlights zählten zwei Horch 853 Cabriolet und ein Morgan 3-rad des Jahrgangs 1932, ein seltener AC 16/60 und gleich zwei Skoda Popular der dreißiger Jahre. Publikumslieblinge waren der große Mercedes 540 K (1939) und die beiden Ford-T-Speedster von 1912.

Die nächste Int. HMSC-Oldtimer-Rallye Wiesbaden soll zwischen dem 13. und 16. Mai 2010 stattfinden. Anmeldungen werden unter www.oldtimerrallye-wiesbaden.de schon heute entgegen genommen.